Wenn die Hochzeit der Brautgemeinde im Himmel ist, ist das Hochzeitsmahl dann im 1000-jährigen Reich auf der Erde?

Ist es zutreffend, dass nach jüdischer Sitte Hochzeit und Hochzeitsmahl nicht zwingend zum selben Zeitpunkt und am selben Ort stattfinden müssen? Würde man das im Kontext der Eschatologie[1] in die chronologische Abfolge strikt miteinbeziehen, könnte doch jemand einwenden, es sei legitim zu sagen, dass die Hochzeit im Himmel, das Hochzeitsfest bzw. Hochzeitsmahl aber zu einem späteren Zeitpunkt auf der Erde stattfinde. Das würde Auslegungen unterstützen, dass die Gläubigen des Alten Testaments bei der Entrückung nicht dabei und darum bei der Hochzeit im Himmel nicht anwesend seien. Aber wenn der Herr später im 1000-jährigen Friedensreich mit der Braut zurückkehrt, würden sie beim Hochzeitsfest teilhaben! Nach dieser auf angeblich jüdischen Gebräuchen beruhender Auslegung verlegt man die Hochzeit ins Vaterhaus und das Hochzeitsmahl ins 1000-jährige Reich auf der Erde. Wie kann man dagegen argumentieren?


[1] Im Zusammenhang mit der „Lehre von den letzten Dingen“ (=Eschatologie)

Wer ist das wahre Israel?

Wer ist das wahre Israel, wenn Paulus in Römer 9,6 schreibt, dass nicht alle, die aus Israel stammen, „Israel“ sind, und gibt es ein geistliches Israel oder nicht? Wer ist das „Israel Gottes“ in Galater 6,16?

Fragen zur Zugehörigkeit der Gläubigen des Alten und Neuen Bundes bei der Entrückung, der Braut Christi, der Hochzeit des Lammes, den Freunden des Bräutigams

Die Gläubigen des Alten Testaments werden doch auch bei der Entrückung dabei sein, richtig? Bedeutet das, dass sie auch zur Gemeinde gehören werden? Wenn ja, dann stellt sich mir eine zweite Frage: Wie muss man dann Johannes 3,27-30 verstehen? Dort sagt Johannes der Täufer während der Übergangszeit vom Alten zum Neuen Testament zwei Dinge über sich: Erstens, dass er nicht der Bräutigam sei, weil er nicht der Messias sei; und zweitens, dass er nicht zur Braut gehöre, sondern Teil einer dritten Personengruppe sei, nämlich der Freunde des Bräutigams! Als einer der Freunde des Bräutigams zählte er sich nicht zur Braut, also nicht zur Gemeinde, denn die Gemeinde war ja damals noch nicht da. Wenn Johannes der Täufer tatsächlich noch zu den Propheten des AT gehörte, könnte man davon ausgehen, dass die Gläubigen des AT und die aus der Drangsalszeit zu den Freunden des Bräutigams gehören und somit die geladenen Gäste beim Hochzeitsfest des Lammes sein müssen (siehe Offenbarung 19,9). Kannst du das bitte erklären?